Wie Mundspülung und fluoridhaltige Zahnpasta zu Erektionsstörungen, Bluthochdruck, Herzinfarkten, Diabetes und Co. führen

Einer der aller grundlegendsten Faktoren für Gesundheit und Leistungsfähigkeit heißt Stickstoffmonoxid (NO) – für jeden von uns! Hier erklären wir, was NO ist, wie es im Körper gebildet wird und wie man seine Produktion gezielt steigern kann. Außerdem erläutern wir den Zusammenhang zwischen NO-Mangel und verschiedenen Zivilisationskrankheiten, wie Erektionsstörungen und Diabetes. Los geht’s!

Stickstoffmonoxid (NO) – Aha?!
Stickstoffmonoxid (NO) ist ein Molekül, dass der Körper selbst produzieren kann. Es wird in den Endothelzellen der Blutgefäße und durch die Bakterien der Mundflora gebildet und dient der Kommunikation der Zellen untereinander. NO bewirkt, dass sich die glatte Muskulatur, die die Blutgefäße umgibt, entspannt, sodass der Durchmesser der Blutgefäße zunimmt und der Blutfluss erhöht wird. Dies nennt man auch Vasodilatation. Die Fähigkeit den Blutfluss zu regulieren, ist die Grundvoraussetzung für viele körperliche Funktionen, da alle Organe über das Blut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Eine chronisch schlechte Blutflussregulation aufgrund von NO-Mangel führt unweigerlich zu Krankheiten, wie Alzheimer, Erektionsstörungen, Nierenerkrankungen, Kardiovaskuläre Krankheiten, Diabetes, Bluthochdruck, Lebererkrankungen und vieles mehr.
Da NO-Mangel zu den verschiedensten Krankheitsbildern führt, kann man im Umkehrschluss davon ausgehen, dass jeder, der unter z.B. Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Leber- und Nierenerkrankungen, Erektionsstörungen, etc. leidet, ein mehr oder minder großes Problem mit der körpereigenen Produktion von NO hat.

NO wird über zwei Wege im Körper gebildet


1. Über ein Enzym (in den Endothelzellen der Blutgefäße), das die NO Synthese steuert:
Das Enzym baut L-Arginin zu NO um. L-Arginin ist eine Aminosäure, die der Körper selbst herstellen kann. Außerdem befindet sie sich z.B. in Fleisch. Durch die Supplementation von L-Arginin wird nicht mehr NO produziert, weil das Enzym der Faktor ist, der die Produktion limitiert und nicht L-Arginin. Die Funktionalität des Enzyms hängt von der Gesundheit der Blutgefäße ab. Entzündung – vor allem chronisch niedrig-gradige Entzündung (die immer auch Begleiter chronischer Krankheiten ist) dämpfen die Aktivität dieses Enzyms erheblich.

2. Über eine pflanzenreiche Ernährung
Eine gesunde Mundflora kann das in Pflanzen enthaltene Nitrat zu Nitrit umwandeln. Vor allem grüne Pflanzen enthalten anorganisches Nitrat. Aber wie wird nun aus Nitrat in der Nahrung, bzw. aus Nitrit das NO?

  • 20-30-sekündiges Kauen bewirkt die Zersetzung von Faserstoffen und damit Freisetzung von wasserlöslichem Nitrat. D.h. ausreichend Kauen ist ein guter erster Schritt 😉 Das Nitrit wird dann von den Bakterien im Mund zu Nitrit umgewandelt.
  • Das Nitrits, dass dann zusammen mit dem Speisebrei in den Magen kommt, wird (voraussgesetzt es gibt genügend Magensäure) in NO umgewandelt. Foila!! Aber es geht noch weiter:
  • Das Nitrat, dass nicht beim Essen in nitrit umgewandelt wurde kommt ca. 90 min nach Nahrungsaufnahme mit dem Speisebrei in den 12 Finger Darm. Hier wird Nitrat aktiv aufgenommen und zu den Speicheldrüsen Im Mund transportier. Der neu produzierte Speichel wird mit Nitrit versetzt. Die im Mund lebenden Bakterien wandeln Nitrate zu Nitrit um. Jedes Mal, wenn wir nun schlucken, kommt Nitrit im Magen an, das dann in NO umgewandelt wird, zumindest wenn der Magen sauer genug ist / genügend Magensäure enthält.
  • Fazit: Mit der richtigen Ernährung (grünes Gemüse) können wir mithilfe von den Bakterien und unserer Magensäure das in den Pflanzen enthaltene Nitrat zu Nitrit und dann zu NO umwandeln.

Das heißt damit dieser Prozess funktioniert, bedarf es zweier Voraussetzungen:

  1. Man braucht die richtigen oralen Bakterien: Mundspülen und fluoridreiche Zahnpasta töten die guten und die schlechten Bakterien.
  2. Wir brauchen genügend Magensäure, damit das NO nicht sofort wieder abgebaut wird  Magensäureblocker verringern den Säuregehalt des Magens drastisch.

Wie erhöht man die körpereigene Produktion von NO? Drei Schritte …


Erstens: Bewegung
stimuliert das Enzym in den Blutgefäßen, das aus L-Arginin NO herstellt.

Insider-Wissen zu Bewegung: Für die Produktion von NO ist Sauerstoff nötig, d.h. sie ist während aerober Bewegung (Bewegung, bei der man noch gut sprechen kann) kein Problem. Anaerobe Bewegung (mit einer verringerten Sauerstoffverfügbarkeit) führt zur Laktatbildung (Milchsäure). Obwohl nun eine Sauerstoffmangelsituation herrscht, kann der Körper durch das nun saure Milieu trotzdem aus Nitrat NO bilden – vorausgesetzt wir essen regelmäßig Pflanzen mit einem ausreichenden Nitratgehalt. Die NO Produktion weitet die Blutgefäße und mehr Blut und damit Sauerstoff wird transportiert. Die Trainingsintensität kann damit langfristig gesteigert werden, da sich die aerobe Schwelle nach oben verschiebt. So funktioniert Training!

Zweitens: Eine pflanzenreiche, antiinflammatorische Ernährung liefert genügend Nitrat aus grünen Pflanzen und verhindert die Oxidation des Enzyms, das für die Produktion von NO nötig ist.

Was ist eine antiinflammatorische Ernährung?

  • viel Gemüse
  • Obst in Maßen
  • genügend Omega 3 aus Fisch/Fischöl/Algenöl
  • Vitamin D3 Spiegel checken lassen und supplementieren
  • keine/wenig Milchprodukte
  • keine/wenige Getreideprodukte
  • nur hochwertiges Fleisch und Organe

Anmerkungen zur Ernährung:

  • Coenzym Q10 verlängert die Halbwertszeit von NO. Q10 ist vor allem in Organ-Fleisch enthalten, wie Rinder- oder Hühnerherz. Organ enthalten eine große Menge an Mineralstoffe, die wir zwingend als Co-Faktoren für die Herstellung von Enzymen usw. brauchen!
  • Man kann nicht wirklich eine Empfehlung für die Menge an Pflanzen geben, die man essen sollte, weil der Nitratgehalt regional extrem variiert. Dies liegt daran, wie die Lebensmittel angebaut wurden. Beispielsweise ist der Stickstoffgehalt des Bodens, auf dem die Pflanzen gewachsen sind, entscheidend, nicht nur für den Nitratgehalt der Pflanzen, sondern auch für Vitamine und weitere Mineralstoffe. In Bioprodukten ist in der Regel 10% weniger Nitrate enthalten, weil z.B. nicht mit Stickstoff gedüngt wird

Drittens: Keine Mundspülung und Zahnpasta mit Fluorid benutzen, da dies die guten Bakterien genauso tötet wie die schlechten. Alternativ: Zahnseide, elektrische Zahnbürsten, ausreichend lange putzen und regelmäßige, professionelle Zahnreinigungen.

Wie regeneriere ich meine Mundflora?
Die Mundflora regeneriert sich, wenn man die Mundspülung und Zahnpasta mit Fluorid weglässt, bereits ab dem vierten Tag. Nitratreiche Pflanzen führen zum Wachstum der guten Bakterien, die die schlechten dann verdrängen.

NO und chronische Krankheiten

Wie hängt NO Mangel mit chronischen Krankheiten zusammen? Im Folgenden wird beispielhaft der Zusammenhang zwischen NO und Diabetes, bzw. Erektionsstörungen (bei Männern und Frauen!) erläutert.

Einfluss von NO auf Diabetes:
NO ist für die Zirkulation von Insulin im Blut relevant. Es hilft dabei den Blutzucker (Glucose) in die Zellen zu transportieren. Wenn Insulin aber aufgrund von NO-Mangel nicht frei zirkulieren kann, senkt sich auch der Blutzuckerspiegel nicht ausreichend. Daher schüttet der Körper vermehrt Insulin aus. Es kommt zur Hyperinsulinämie. Die Zellen werden durch das Überangebot an Insulin insulinresistent (sie reagieren nicht mehr auf Insulin und nehmen daher nur noch schlecht den Zucker aus dem Blut auf). Die Blutzuckerspiegel, sowie der Insulinwert sind chronisch erhöht.

Erektionsstörungen:
Erektionsstörungen sind der Verlust der Fähigkeit NO zu produzieren. Dies gilt für beide Geschlechter. Um eine Erektion zu bekommen (egal ob weiblich oder männlich) muss der Blutfluss erhöht werden. Dafür muss NO produziert werden, um die Blutgefäße zu weiten. Die NO Produktion findet über ein Enzym in den Blutgefäßen statt. Eine endotheliale Dysfunktion, wie sie auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose zu beobachten ist, führt so automatisch zu Erektionsstörungen.
Viagra ist bei 50% der Männer unwirksam. Viagra blockiert das Enzym, das NO wieder abbaut. Wenn NO aber erst gar nicht aufgebaut wird, bringt die Blockierung des Abbaus auch nichts. Lösung: NO Produktion des Körpers verbessern.

Zusammenfassung:

Ein Mangel an Stickstoffmonoxid (NO) führt unweigerlich zu zahlreichen Krankheiten, bzw. umgekehrt die Krankheiten führen dann wiederum zu einer weiteren Verringerung von NO. Um die körpereigene Produktion von NO zu erhöhen und Krankheit zu vermeiden/zu kurieren:
1. Regelmäßig bewegen.
2. Keine Mundspülung und fluoridhaltige Zahnpasta benutzen.
3. Ausreichend lange kauen.
4. Grünes Gemüse essen. Generell eine pflanzenreiche, antiinflammatorische Ernährung.

Achtung: Es gibt kein Präparat oder Supplement, das die NO Produktion hochschraubt! D.h. es bleibt nur die körpereigene NO Produktion, die man bei einem Mangel steigern sollte.

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